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Ritten lockt mit einer Reihe von Besonderheiten... Am Rittner Hochplateau findet jedermann, ob Familie, Wanderer oder Einzelgänger, das was er sucht. Die Vielfältigkeit des Ritten reicht von sonnigen Weinbergen (bis auf eine Meereshöhe von 1.000 m) über blühende Wiesen- und weiten Waldlandschaften bis hinauf zu alpine Bergweiden und Almen auf über 2.200 m Meereshöhe. Viele Naturschönheiten erwarten den Liebhaber dieses klimatisch besonderen Ortes, wie zum Beispiel die Rittner Erdpyramiden. Sie sind die höchsten und formschönsten Europas. Das in trockenem Zustand steinharte Material wird zu einem lehmigen Brei, wenn es mit Wasser in Verbindung kommt und fließt so zu Tal. Wenn aber ein Stein im Material eingelagert ist, so hält dieser das darunter liegende Material trocken und hart und so wachsen die Erdsäulen bis zu einer Höhe von 30 m aus dem Boden. „Wer Tirol mit einem Blick will übersehen, der besteige diese Höhen.“ beschrieb Ludwig Purtscheller, ein Alpinist des ausgehenden 19. Jh., das Panorama vom Rittner Horn aus. Kein Gipfel versperrt die wunderschöne Aussicht auf das 360-Grad-Panorama das sich hier oben auftut. Die Dolomiten spannen sich in einem Bogen von Südosten aus bis in den Süden, nördlich tun sich die Weiten der Sarntaler Alpen auf und dahinter liegen die Stubaier Alpen. Spricht man von Ritten, fällt einem sogleich die Rittnerbahn ein. Bis Anfang 1900 war der Ritten nur schwerlich zu erreichen. 1907 wurde die Rittnerbahn eröffnet, die vom Zentrum der Stadt Bozen direkt auf den Ritten führte. Knapp 1.000 m Höhenunterschied wurden mit Hilfe eines Zahnradantriebes überwunden. Im Jahre 1966 war sie nicht mehr zeitgerecht und die Zahnradstrecke wurde durch eine Seilschwebebahn ersetzt. Doch am Rittner Hochplateau hat sich das „Bahn’l“ erhalten und noch heute verkehrt die liebevoll restaurierte Rittnerbahn zwischen Klobenstein und Oberbozen. Sehenswertes von Menschenhand ist ohne weiteres die Deutschordenskommende in Lengmoos aus dem 13. Jahrhundert. Als im Jahr 1200 überall im „Land im Gebirge“ Hospize entstanden, wurde auch in Lengmoos ein solches errichtet. Es war für die Reisenden gedacht, welche den mühsamen Umweg über den Ritten nehmen mussten, da die Eisackschlucht noch nicht passierbar war. 1235 ging das Hospiz mitsamt der Pfarrei in den Besitz des Deutschen Ritterordens über. In den Bauernunruhen 1525 geplündert und zerstört, wurde diese Kommende im 17. Jh. im barocken Stil neu errichtet. Im 1. Stock wurde sie mit prachtvoll ausgestatteten Prunkräumen versehen, die den hohen Würdenträgern als Aufenthalt dienten und jetzt besichtigt werden können.
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Informationen über Südtirol. |
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